Unsere 1. Rallye – Rallye zwischen den Meeren 2014

Die Rallye zwischen den Meeren 2014
Der offener Landeswettbewerb im Navigationsflug für Luftfahrzeuge der E-, K- und M-Klasse

Samstag morgen ging es los, ganz früh haben wir unseren kleinen Prinzen  D-EFFD startklar gemacht. Zusammen mit Dörte & Morten Schmidt mit ihrer D-EMOG und Thomas Dreymann & Norbert Mäder mit der D-ENMS ging es dann los nach Rendsburg. Wir waren schon sehr aufgeregt unsere 1. Rallye. Wir wurden vom Organisationsteam herzlich empfangen. Nach und nach trafen alle 30 Teams mit ihren Maschinen ein. (Von nah und fern, Piloten aus Schottland, Dänemark, der Schweiz etc. waren mit dabei). Da es unsere 1. Rallye war, sind wir nicht in der Wettbewerbsklasse gestartet, sondern zum Kennenlernen in der Einsteigerklasse. (In dieser Klasse entfallen zusätzliche Suchbilder auf der Strecke – ein Glück wie sich noch herausstellte, denn es gab für uns Anfänger genug zu tun. 😉 Nach 2 Tassen Kaffee, gab es im Restaurant das Briefing. Dann ging es los.

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In Reihenfolge der Startnummern wurden die Rallye-Unterlagen ausgegeben und es konnte dann nacheinander mit der Flugvorbereitung (inkl. Rechenaufgabe) begonnen werden. Wir waren voller Freude mit der Startnummer 25 dabei. Da es unsere 1. Rallye war, habe ich erst mal nach links und rechts zu den erfahrenen Rallye-Teilnehmern geschaut. Jeder hatte sein eigenes Konzept. Einige haben die Fotos, die man auf der Rallye-Strecke finden muss ausgeschnitten, andere, haben die Bilder mit einer Lupe studiert. Wieder andere hatten iPad und andere technische Hilfsmittel in der Hand. Andere schrieben die Zeiten, Kurse und diverse andere Kürzel in ihre Karte. Also was tun…

… Ich hab dann auch Kurse und Zeiten selbstverständlich sekundengenau in die Straßenkarte eingetragen, leider konnte man den Bleistift gar nicht erkennen und jetzt war mir klar warum, die meisten einen schwarzen Edding dabei hatten, also Edding geliehen und alles Wichtige eingetragen. Uns lief die Zeit davon, ich hätte noch viel länger für die Vorbereitung brauchen können, doch unsere Startzeit stand fest, nichts wie los zum Flieger.

Flieger starten und noch schnell die Unterlagen sortieren, auf die Bahn und rechtzeitig nach Vorgabe abgehoben. Dann mit viel zu viel Geschwindigkeit, den Startpunkt (Einmündung Au in die Eider) gesucht, zwar gesehen, aber nicht im vorgegeben Radius überflogen. Dann den 1. Wegpunkt gesehen, jedoch für falsch befunden, also wieder nicht drüber. Man ist hier viel zu tun, wie aufregend. Dann versucht wieder auf Kurs zu kommen. Hat geklappt. Nun Bilder suchen, Kurs halten, Zeit kontrollieren, Kurs ändern, Bild gefunden, noch 2 Minuten zu viel, Kurven fliegen, zickzack, noch 5 Sekunden, und dann über die Kirche, 5,4,3,2,1, die Höhe? Oh nein, die Höhe, unter 1000 Fuß – das gibt Minus-Punkte, hilft nichts. Weiter geht´s, Kurs ändern, nächsten Wegpunkt suchen, Zeit?, noch 4 Minuten, siehst du es? Nein. Kurs? Kurs stimmt. Oh da ist es. Zeit? Noch 1 Minute, ich flieg eine Kurve. Zeit? Noch 30 Sek. Da ist es. Genau über den See, die Insel siehst du die, genau über die Insel, 5,4,3,2,1, passt…

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Die Zeit verflog wie im Fluge, von der schönen Aussicht haben wir nichts mitbekommen. Wir waren so angespannt. Jetzt wissen wir warum es MotorSPORT heißt. 😉 Bei den letzten Wegpunkten wurden wir immer besser, es hat einen riesigen Spaß gemacht Jetzt noch die Ziellandung, oh oh oh, runter, 2. Feld, das war gar nicht so schlecht. In der richtigen Zeitvorgabe gelandet, was für eine Tour. 🙂 Hier schon vorab, dass 1. Mal, vielen Dank an die Veranstalter Dietrich Hanitz und Michael Frank-Stever und ihr Team – Hut ab, ganz große klasse.

Jetzt zurück zur Restaurant-Terrasse. Dörte, Morten, Thomas und Norbert waren vor uns gestartet und hatten sich schon Kaffee, Kuchen, Trinken, Pommes oder Currywurst bestellt. Allen hat es viel Spaß gemacht. Wir haben noch in der Sonne gemütlich, gemeinsam die Ausgabe der Auswertung abgewartet.

Dann haben wir unseren kleinen Prinzen nach Hause geflogen, ab in die Halle, hier steht er trocken. „Das hast du wieder gut gemacht kleiner Prinz“. Frischmachen und dann mit Dörte und Morten per Auto zur Abendveranstaltung zurück nach Rendsburg. Hier fand im Restaurant die Sieger-Ehrung mit anschließendem Buffet statt. Alle Ziellandungen wurden nach dem Essen noch auf einer Leinwand gezeigt, tolle Idee.

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Rund um eine anspruchsvolle, klasse Veranstaltung, es war ein wunderschönes Erlebnis mit dabei zu sein, vielen, vielen Dank, vor allem an die Veranstalter Dietrich Hanitz und Michael Frank-Stever und ihr Team. Wir sind nächstes Jahr bei der Rallye zwischen den Meeren 2015 Leck (EDXK) gerne wieder mit dabei. (Wir wollten zwar die nächsten 5 Jahre gerne weiterhin in der Einsteigerklasse starten, mhmmm, da hat uns Michael aber gleich den Wind aus den Segeln genommen, in der Einsteigerklasse darf man nur 1x starten. Na dann sind wir wohl nächstes Jahr in der Wettbewerbsklasse am Start.)

Wir freuen uns schon jetzt auf die Rallye zwischen den Meeren 2015 in Leck.

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